Allgemeine Informationen

Epidemiologie

Adaptiert von Foo WC et al. Clin Med Insights Pathol. 2012;5:23–33.
  • Der gastrointestinale Stromatumor (GIST) ist das häufigste Sarkom des Gastrointestinaltrakts.1
  • Experten schätzen die Inzidenz auf ca. 15 Neuerkrankungen je 1 Mio., also ca. 1.200 neue Fälle p.a. in Deutschland.2
  • Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei etwa 60 Jahren, wobei Männer und Frauen gleichermaßen betroffen sind.3

Klinische Vorstellung

Die klinische Vorstellung von Patienten mit GIST variiert je nach Tumorgröße, anatomischer Lage des Tumors und Aggressivität des Tumors.4 Bei etwa 18 % der Patienten sind GIST (insbesondere kleinere Tumore im Magen-Darm-Trakt) asymptomatisch und werden oft zufällig entdeckt.5 Die meisten Patienten leiden unter unspezifischen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und frühzeitiger Sättigung.5 Einige GIST können ulzerieren, bluten oder so groß werden, dass sie Schmerzen oder Obstruktionen verursachen.5,6

GIST kann als lokalisierte oder metastasierte Erkrankung auftreten

Primärbehandlung bei lokalisierter Erkrankung8

  • Chirurgie (resektabler GIST)
  • Eine vollständige Resektion kann bei etwa 85 % der Patienten erreicht warden
    • Bei mindestens 50% der Patienten kommt es zu einem Wiederauftreten der Krankheit oder zur Metastasierung
  • Bei lokal fortgeschrittenen GIST an bestimmten anatomischen Stellen (z. B. Rektum, Ösophagus, Duodenum) oder bei multiviszeralen Tumoren sollte eine neoadjuvante Therapie bei genotypsensitiven Erkrankungen in Betracht gezogen werden.

Primärbehandlung bei metastasierter Erkrankung8

  • Tyrosinkinase-Inhibitoren werden für inoperable, metastasierte oder rezidivierende Erkrankungen empfohlen

Orte der GIST-Metastasierung7*

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*Basierend auf 94 Patienten mit metastasierter Erkrankung.
Adaptiert von DeMatteo RP, et al. Ann Surg. 2000;231(1):51.

Lebensqualität

Bei der Entscheidung über eine Behandlung steht für die meisten Patienten und ihre Ärzte nicht nur die Wirksamkeit, sondern auch die Lebensqualität an oberster Stelle. Daher ist es ebenso wichtig zu betonen, dass der therapeutische Erfolg nicht auf Kosten einer die Lebensqualität beeinträchtigenden Toxizität erkauft werden sollte.9

  1. Corless CL, et al. Nat Rev Cancer. 2011;11(12):865-878.
  2. Robert Koch Institute. Gastrointestinal Stromal Tumor (GIST) guidelines. 2022 [cited 2024 July 17]. Available from: https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Kurzbeitraege/Archiv2022/2022_1_GIST_Leitlinie.html.
  3. Soreide K, et al. Cancer Epidemiol. 2016;40:39-46.
  4. Demetri GD, DeVita VT Jr, Lawrence TS, Rosenberg SA, eds. DeVita, Hellman, and Rosenberg’s Cancer: Principles & Practice of Oncology. 9th ed. Philadelphia, PA: Wolters Kluwer  Health/Lippincott Williams & Wilkins; 2011:1060-1073.
  5. Parab TM, et al. J Gastrointest Oncol. 2019;10(1):144-154.
  6. Akahoshi K, et al. World J Gastroenterol. 2018;24(26):2806-2817.
  7. DeMatteo RP, et al. Ann Surg. 2000;231(1):51.
  8. NCCN Guidelines for Gastrointestinal Stromal Tumors (GISTs) Version 1.2021.
  9. Blay JYC et al. Ripretinib in patients with advanced gastrointestinal stromal tumours (INVICTUS): a double-blind, randomised, placebo-controlled, phase 3 trial. Lancet Oncol 2020;21:923-34

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